CombiNet bei der Mobilitätskonferenz 2026 stark vertreten
Am 20. April 2026 fand in Wien die diesjährige Mobilitätskonferenz des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur statt. Bei der dritten Ausgabe dieser Veranstaltung konnten sich rund 650 Besucher an zwei Tagen zu zahlreichen Mobilitätsthemen informieren und mitdiskutieren. Ein Vortragsblock war auch dem Kombinierten Verkehr gewidmet, bei dem CombiNet mit mehreren Beiträgen vertreten war.
Dieser Block beschäftigte sich mit dem Thema „Intermodale Terminals – Drehscheiben eines nachhaltigen Güterverkehrs“. In ihrem Eingangsstatement hob Claudia Nemeth vom BMIMI die große Bedeutung der Terminals für die heimische Wirtschaft und für die österreichische Verkehrspolitik hervor und unterstrich die verschiedenen Ansätze, die seitens des Ministeriums für deren Unterstützung geleistet werden.
„Die Terminals – Die Retter des Fahrplans!“
Mit dieser prägnanten Aussage fasste Monika Gindl-Muzik, Geschäftsführerin der WienCont und CombiNet-Vorstandsmitglied, sehr treffend die vom Markt erwartete und in der Praxis vielfach bestätigte Rolle der Terminals in der intermodalen Transportkette zusammen. Gleichzeitig betonte sie die Wichtigkeit von leistungsfähigen Terminals für die Wirtschaftsentwicklung in einer Metropolregion wie Wien.
Erich Possegger, Generalsekretär von CombiNet, ging in seinem Statement auf die Nutzenfaktoren des Intermodalverkehrs ein. Energieeinsparungen von bis zu 70 %, eine Reduktion der CO₂-Emissionen um bis zu 80 % sowie bereits heute mögliche emissionsfreie Transportketten sind für ihn zentrale Argumente, die für eine weitergehende Verlagerung auf die Schiene sprechen. Nationale und internationale Terminalkapazitäten sind notwendig, um die Leistungsfähigkeit des Systems sicherzustellen. Als Teil des Zugangs zu Schieneninfrastruktur müssen finanzielle Unterstützungen für alle Terminalbetreiber in gleicher Weise zur Verfügung stehen, so auch der gemeinsame Tenor.
Martin Posset, Leiter des thinkport VIENNA und CombiNet-Beiratsmitglied, ging in seinen Ausführungen auf das Thema Innovation und Intermodalterminals ein. Seine These: Terminals sind nicht nur Infrastruktur, sondern Innovationsplattformen für ein leistungsfähiges europäisches Logistiksystem. Intermodalverkehr ist komplex, aber gerade in dieser Komplexität entsteht Innovation, um Gütermobilität auf der Schiene attraktiver zu gestalten, so sein Zugang.
In der anschließenden Diskussion stand insbesondere die Pufferfunktion der Terminals in einem derzeit angespannten europäischen Infrastruktursystem im Fokus. Auch die Bedeutung von Vernetzung und Digitalisierung wurde hervorgehoben.
Damit wurde einmal mehr die zentrale Rolle intermodaler Terminals für einen leistungsfähigen und nachhaltigen Güterverkehr deutlich.