Multimodale Lösung für Schwer- und Montangüterindustrie
Mit der neuen „GO WEST MOCO“-Verbindung baut das CombiNet-Mitglied Montan Speditions GmbH seine Westachsen im Kombinierten Verkehr weiter aus. Seit 2026 verbinden Ganzzüge den Containerterminal Linz zweimal wöchentlich mit Duisburg sowie einmal wöchentlich mit Rotterdam. Zusätzliche Antennenverkehre von und nach Kapfenberg, Wien Süd und Villach Süd ermöglichen eine flächendeckende Anbindung österreichischer Industrie- und Logistikstandorte.
Die Verbindung richtet sich insbesondere an Unternehmen der Schwer-, Recycling- und Montangüterindustrie, die Schüttgüter, kranbare Waren oder schwere palettierte Güter transportieren. Zum Einsatz kommt die firmeneigene MOCO-Containerflotte, die speziell für diese Anforderungen ausgelegt ist. Die Be- und Zustellung erfolgt per LKW, während die Hauptstrecke auf der Schiene abgewickelt wird. Dadurch können laut Unternehmen rund 80 % CO₂ gegenüber reinen Straßentransporten eingespart werden und das ohne Investitionen oder infrastrukturelle Anpassungen bei Verladern oder Empfängern.
Ein besonderer Vorteil der neuen Verbindung liegt in der Zugkonzeption: Mit unter 400 Metern Länge können die Verkehre flexibel durch oder um aktuelle Baustellen im deutschen Bahnnetz geführt werden. Das erhöht die Stabilität und Termintreue auf der wichtigen Westachse zwischen dem Linzer Zentralraum, der Rhein-Ruhr-Region und dem Seehafen Rotterdam.
Dieses Projekt zeigt beispielhaft, wie Mitglieder von CombiNet trotz herausfordernder Marktbedingungen auf den Kombinierten Verkehr als zukunftsfähige Lösung setzen und damit einen konkreten Beitrag zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene leisten. Zugleich wird deutlich, wie viel durch unternehmerische Eigeninitiative im System Schiene bewegt werden kann.
Weitere Informationen unter: www.montansped.com