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CombiNets Maßnahmenpaket für Logistikstandortstrategie 2026

Kombinierter Verkehr als Schlüssel für Klimaschutz und Resilienz

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) hat die Branche eingeladen, aktiv an der Erstellung der Logistikstandortstrategie 2026 mitzuwirken.

CombiNet hat diese Gelegenheit genutzt und ein umfassendes Maßnahmenpaket eingebracht, das den Kombinierten Verkehr (KV) als zentralen Hebel für Wettbewerbsfähigkeit, Klimaschutz, Resilienz und inländische Wertschöpfung positioniert.

 

Der Kombinierte Verkehr als strategischer Systemhebel

Der KV ist weit mehr als ein Nischensegment des Güterverkehrs. Er ist:

Unser Ziel ist es, den KV strukturell zu stärken und systematisch „mitzudenken“ – in der Raumplanung, im Steuerrecht, in der Digitalisierung, in der Ausbildung und in der Standortpolitik.

 

Zentrale Stoßrichtungen unseres Maßnahmenpakets

Wir schlagen vor, den Kombinierten Verkehr rechtlich und institutionell als eigenständigen Verkehrsträger zu verankern.
Rechtsklarheit (z.B. Definition des „nächstgelegenen Terminals“), überregionale Standortplanung sowie strukturierte Public-Private-Dialogformate sollen stabile und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.

Verkehrsverlagerung braucht ökonomische Logik. Daher setzen wir uns ein für:

  • steuer- und mautrechtliche Anreize für KV-Transporte
  • einen erweiterten Investitionsfreibetrag für grüne Logistikinfrastruktur
  • wettbewerbsneutrale Förderbedingungen für öffentliche und private Infrastruktur
  • die Ermöglichung von 46 Tonnen im Vor- und Nachlauf

Investitionen in den KV erzeugen direkte Emissionsreduktion, stärken den Standort und mobilisieren privates Kapital.

Mit einem öffentlichen eFTI-Hub, KI-gestützter Eignungsprüfung von Transportaufträgen und einer Stärkung der Cybersicherheit wollen wir Transparenz, Effizienz und Resilienz in Lieferketten erhöhen.

Industrie und Handel beeinflussen die Verkehrsmittelwahl wesentlich. Entsprechend wichtig ist ihre Einbindung in die Entwicklung intermodaler Lösungen und die aktive Vermittlung der Vorteile des Kombinierten Verkehrs.

Nach dem Grundsatz „Energie, die nicht verbraucht wird, muss weder produziert noch importiert werden“ trägt jede Maßnahme zur Forcierung des Kombinierten Verkehrs auch zu einem energieeffizienten Transportsystem bei.

Die Zukunft des KV hängt von qualifizierten Fachkräften ab. Daher setzen wir auf:

  • stärkere Verankerung von Logistik und KV in allen Bildungsstufen
  • Image- und Nachwuchsoffensiven
  • Weiterentwicklung der „Lehre mit Matura“
  • flexible Arbeitszeitmodelle zur besseren Nutzung bestehender Kapazitäten

Schienengüter- und KV-Infrastruktur soll künftig auch unter Resilienz- und Sicherheitsaspekten weiterentwickelt werden, um Versorgungssicherheit und Krisenfestigkeit zu erhöhen.

CombiNet als Umsetzungspartner

Mit unserem Beitrag verstehen wir uns nicht nur als Interessenvertretung, sondern als konstruktiver Partner bei der Weiterentwicklung des Logistikstandorts Österreich.

Wir bringen ein starkes Netzwerk, fachliche Expertise und konkrete Umsetzungsvorschläge ein. Und zwar mit dem klaren Ziel, den Kombinierten Verkehr als tragende Säule eines nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Güterverkehrssystems zu etablieren.

 

Wir danken allen Mitgliedern und Partnern für ihre Inputs und freuen uns auf den weiteren Dialog im Rahmen der Strategieentwicklung.